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Pack- und Ausrüstungs-Tipps:


Einfach packen - weniger ist mehr:

Motorradfahren ist eine Outdoor-Aktivität: Wir Biker spüren die frische Luft, die Sonne, aber auch den Regen und den Wind unmittelbar. Wer bei Motorradreisen an Bergwandern oder Fahrradtouren denkt, liegt gar nicht falsch, denn die Anforderungen an Kleidung und Ausrüstung sind ähnlich: Wir möchten bei geringem Packvolumen für jedes Wetter gut gerüstet sein, um den Urlaub sicher und komfortabel zu genießen.  Überhitzen, Unterkühlen und Nässe stellen ein nicht unerhebliches Gesundheits- und Sicherheitsrisiko dar. Zum Glück gibt es hervorragende Bekleidung die uns dagegen schützt.

Der vielleicht wichtigste Tip: Ihr braucht viel weniger als Ihr denkt - Gepäck belastet - Aussortieren befreit!

Kleidung:

Die wichtigste Ausrüstung ist sinnvoll zusammengestellte und qualitativ hochwertige Kleidung. Wer mehrere dünne Schichten kombiniert (Zwiebelprinzip), kann sich flexibel an verschiedene Wetterbedingungen anpassen und bleibt je nach Bedarf kühl, warm oder trocken. Dabei braucht man gar nicht sehr viel Kleidung mitzunehmen und spart knappes Packvolumen in den Packsäcken:

Wir empfehlen:

  1. Funktions-Unterwäsche aus Kunstfaser oder Mischgewebe - leitet die Feuchtigkeit nach außen und trocknet schnell. Denkt an den ganzen Körper: Lange Funktionsunterhose und Funktionshemd, gute warme Socken oder Strümpfe aus Textilfaser, Mischgewebe oder Wolle (keine Baumwolle). Ski- oder Wandersocken sind z.B. eine gute Wahl.
  2. Mittlere Schicht: Fleece- oder Microfleece-Shirts oder -Pullis kombiniert. Die mittlere Bekleidungsschicht sollte möglichst atmungsaktiv sein, um Schwitzen zu minimieren und den Feuchtigkeitstransport nach außen zu ermöglichen.
  3. Helm, Stiefel, Handschuhe: Im Sommer ist gerade bei Tagestouren (Sterntouren) der Jethelm (mit Vollvisier wegen Regens) schön luftig. Spätestens wenn es kühl wird, bietet der volle Integralhelm mehr Schutz und Wärme auf langen Touren. Halbschalenhelme ohne Visier sind nicht zu empfehlen. Gute Motorradstiefel und Handschuhe mit zuverlässig wasserdichter Funktionsmembran helfen bei Regen. Die Stiefel sollten bequem genug sein, um kleinere Spaziergänge und Erkundungen während der Tour mitzumachen. Es empfiehlt sich sehr, zwei Paar unterschiedlich dicke Handschuhe mitzunehmen, dann bleibt man flexibel.
  4. Motorradanzug: Die normale Jeans und Jeansjacke sind für Motorradreisen nicht zu empfehlen! Schon besser geeignet ist (im Sommer) die Motorradjeans oder Motorrad-Lederhose mit Motorrad-Lederjacke inklusive Protektoren. Um sich vor möglicher Nässe zu schützen, empfehlen wir gerade auf Rundtouren die Motorrad-Textilkombination. Eine gute Ganzjahres-Textilkombi mit wirklich zuverlässig wasserdichter Funktionsmembran und auslösbarem Innenfutter ist für alle unsere Touren die beste Wahl, aber nicht billig. 
  5. Eine günstige, meist nicht wasserdichte, Kombi zusammen mit einer zuverlässig dichten Motorrad-Regenkombi ist die deutlich günstigere Wahl. Zweiteiler sind praktischer als Einteiler. 
  6. Wichtig: Hände und Füße nicht vergessen. Überzieh- Handschuhe und -Füßlinge sind besser als nasskalte Hände und Füsse, aber das An- und Ausziehen ist nicht praktisch und man verliert Gefühl in den Fingern und hat wenig Halt im Schuh. Hier lohnt sich wirklich die Investition in zuverlässig wasserdichte Motorradstiefel und -Handschuhe mit hochwertiger Funktionsmembran.
  7. Vor und nach der Fahrt (hier nimmt fast jeder zu viel Kleidung mit):  Ein paar Sneaker, eine bis zwei bequeme stadttaugliche Hosen und ein oder zwei Pullis mit einer leichten Softshelljacke oder Wanderjacke - und schon ist man gerüstet für die An- und Abreise, das Hotel oder Restaurant unterwegs oder den Stadtbesuch. Im Ferienhaus/Guesthouse stehen auch Waschmaschine und Trockner zur Verfügung...

 

 

Gepäck: 

Wer Sterntouren ab Ferienhaus/Gästehaus macht, hat keine Beschränkung, denn Ihr könnt alles Gepäck die ganze Zeit auf Eurem Zimmer lassen. Wer Rundtouren macht kann überschüssiges Gepäck gerne vor Beginn der Tour im Haus lassen, wir schließen es für die Dauer Eurer Reise dort ein (keine Wertsachen). 

  • Motorrad-Gepäck: Alle unsere Motorräder haben je zwei Satteltaschen von modellabhängig ca. 15-30 Liter Fassungsvermögen. Einige Satteltaschen sind abnehmbar, nur wenige sind abschließbar. Das Übernachtungsgepäck kommt am Besten in eine wasserdichte Heckpacktasche, welche man am Abend mit ins Hotel nimmt. Essen, Trinken, Regenzeug, ein zusätzlicher Pulli und die kleine Tasche mit den Wertsachen passen gut in die seitlichen Satteltaschen, so kommt man während der Fahrt immer leicht dran. Alle Motorräder für 2 Personen haben auf jeden Fall einen Gepäckträger, groß genug für eine 60- 80 Liter Packtasche. Dazu kommen zwei Seitentaschen. Wenn Ihr Euch gedanklich auf die Größe eines Flug-Handgepäcks pro Person einstellt, liegt Ihr etwa bei 50-60 Liter (pro Person) und seid damit fast immer gut beraten.
  • Zur Anreise: Reisetasche oder Koffer? Wir empfehlen, sofern vorhanden, die eigene Motorrad-Packtasche auch schon für die Anreise zu nutzen. So habt Ihr gleich ein gutes Gefühl dafür, wieviel ihr eigentlich gerade einpackt. Andernfalls könnt Ihr Packtaschen verschiedener Größe auch von uns bekommen. In dem Fall packt Ihr vor Fahrtantritt um und lasst Euren Koffer oder Reisetasche zur Aufbewahrung im Gästehaus zurück.
  • Ausweise: In Irland genügt der Personalausweis, für Nordirland und Schottland empfiehlt sich der Reisepass. Je nach Verlauf der Brexit-Verhandlungen kann der Reisepass bald zwingend notwendig werden. 
  • Führerschein: Wer vor Fahrtantritt keinen gültigen Motorradführerschein für das jeweilige Mietmotorrad vorzeigen kann, dem dürfen wir auch kein Motorrad vermieten - bringt daher unbedingt den Motorradführerschein mit! 
  • Kreditkarte / Bankkarte: In Irland, Nordirland und Schottland kann man in der Regel mit den meisten Bankkarten in den meisten Geschäften bezahlen. Achtung: Nicht alle Automatentankstellen akzeptieren jede Karte. VISA ist nach unserer Erfahrung meist problemlos. Mehrere Bankkarten sind daher von Vorteil.   
  • Bargeld: Ein bisschen Bargeld schadet nicht - in Irland gilt der EURO, In Nordirland und Schottland ist die Währung das britische Pfund. Pfund braucht Ihr nicht mitzubringen, ATM-Geldautomaten finden sich in den meisten Orten und auf den Fährschiffen.
  • Elektrische Geräte: Nehmt unbedingt einen handlichen Fotoapparat mit, sofern vorhanden - oder eben das Smartphone mit den zugehörigen Ladegeräten. In Irland, Nordirland und Schottland werden dreipolige Großbritannien-Steckdosen verwendet (230V). Adapter dafür könnt Ihr mitbringen oder von uns erhalten. 
  • Medikamente: Wenn Ihr bestimmte Medikamente regelmässig benötigt, bringt sie in ausreichender Menge mit - es kann schwierig sein, diese unterwegs zu finden.
  • Kosmetika: Haltet den Kulturbeutel so klein wie nötig: Einen Fön gibt es fast in jedem Hotel und die meisten Kosmetika gibt es in kleinen Packungsgrößen zu kaufen. Kosmetika kann man unterwegs auch problemlos nachkaufen.
  • Mückenspray oder -cremes: In Schottland kann es im Sommer lästige Midges geben, das sind sehr kleine Beißfliegen. Wer sicher gehen will, nimmt Mückenschutz und eine Kopfbedeckung mit.
  • Sonnenbrille? Ja unbedingt! 
  • Halstuch /Schlauchtuch, Sturmhaube, Wärmekragen: Ein steifer Nacken ist unangenehm - diese kleinen Helfer sind ein großer Komfortgewinn.

 

  

Tipps zum Packen:

Noch ein paar Empfehlungen zum Packen: 

  • An Euer Regenzeug solltet Ihr jederzeit leicht drankommen, z.B. in einer Seitentasche zusammen mit Ersatzhandschuhen. 
  • Last ein bisschen Platz in einer Seitentasche für Essen und Trinken: Eine Wasserflasche, etwas Obst oder Müsliriegel, ein Sandwich sind immer hilfreich zwischendurch um fit und bei Laune zu bleiben.
  • Landkarte, Reiseführer, Sonnebrille, Mückenschutz, Cap, Halstuch, Fotoapparat, Wertsachen - all das solltet Ihr auch leicht erreichen können - z.B. in der anderen (trockenen) Seitentasche.  
  • Wertsachen: Lasst Wertsachen niemals beim Motorrad zurück - in der Jacke oder einer kleinen Extratasche (Hüfttasche, weiche kleine Handtasche) gut verstaut, könnt Ihr Sie bei jedem Stop schnell und einfach mitnehmen.